Meine gesellschaftliche Positionierung:

Ich bin weiß (mit Deutschem Pass), abled-bodied, akademisiert und cis-passing (mehr dazu im Glossar). Außerdem bin ich Konfessionslos, nicht von Armut betroffen und jung. All diese Dinge statten mich mit Privilegien aus, die meine Perspektive auf Gesellschaft und meine Arbeit beeinflussen. Neben meine Privilegien bin ich von Sexismus, Queerfeindlichkeit und Fettfeindlichkeit betroffen. Außerdem bin ich chronisch krank. Auch diese Positionierungen beeinflussen meine Haltung.

Meine professionelle Seite:

2022 habe ich meine Weiterbildung in der Praxis für Sexualität in Duisburg abgeschlossen und darf mich seitdem offiziell Sexualpädagog*in nennen.
Davor habe ich meinen Bachelor in Soziologie gemacht und jahrelang ehrenamtlich in der politischen Jugendarbeit gearbeitet.
Neben meinem zweiten Bachelor-Studium der Sozialen Arbeit und meiner Erfahrung in der offenen Jugendarbeit habe ich mich mit queerinklusiver, sexueller Bildung selbstständig gemacht und bereits mit diversen Gruppen gearbeitet.

Warum Queerinklusiv?


Die kurze Antwort ist: Weil ich selbst queer bin und mir das Thema am Herzen liegt.
Die ausführlichere Antwort wäre: Weil ich schon einigen pädagogischen Fachkräften, Erzieher*innen und Sexualpädagog*innen begegnet bin, die wirklich wenig Ahnung von den Lebensrealitäten queerer Menschen haben. Das kann die Arbeit mit und das Wohlbefinden von queeren Personen stark negativ beeinflussen und Unsicherheiten auf beiden „Seiten“ schaffen. In meiner Erfahrung ist sowohl sexuelle Bildung, als auch Queerness gesellschaftlich tabuisiert und/oder anders negativ behaftet. Deswegen herrscht viel Überforderung und Verunsicherung. Trotzdem sind viele Menschen neugierig, offen und lernbereit. Und genau an dieser Stelle möchte ich ansetzen. Sexualpädagogik und sexuelle Bildung müssen queerinklusiv sein, weil Queerness und das Lernen über Sexualität, Romantik, Körper und Beziehung nicht voneinander trennbar sind.

 

Meine Haltung:

Ich bin der Meinung, dass alles was wir (nicht) tun politisch ist. Auch meine Arbeit ist politisch. Ich lege viel Wert auf intersektionale Betrachtungsweisen, gemeinsames Lernen und Wachsen, sowie diskriminierungssensible Angebote.

Außerdem halte ich Definitionsmacht für ein zentrales Element der Awarenessarbeit, bin Sexarbeits-freundlich und spreche mich für die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen aus.

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